Geschichte

Die Idee, ein landwirtschaftliches Projekt für Menschen mit Behinderungen zu realisieren, wurde schon in den 1990er Jahre geboren. 1999 wurde die Lebenshilfe Vorarlberg mit Gabriele Nussbaumer als Präsidentin, Walter Tschegg als Finanzreferenten sowie Primar Albert Lingg als Beirat und Heinz Werner Blum als Geschäftsführer dann aktiv. Dieses Gremium war es, das „grünes Licht“ gab und schon im darauf folgenden Jahr konnte die Lebenshilfe für ihre Arbeit für Menschen mit Behinderungen vom Land Vorarlberg den ehemaligen Gutshof des Landeskrankenhaus Rankweil pachten.

 

Damit war die Voraussetzung geschaffen, diese geschichtsträchtige Einrichtung wieder ihrer ursprünglichen Nutzung zuzuführen: Menschen mit Beeinträchtigungen im naturverbundenen Rahmen einen gesicherten Lebens- und Arbeitsraum zu geben.

 

 

2000:

Der ehemalige Gutshof heißt jetzt „Sunnahof Tufers“ und startet im Jahr 2000 seinen Betrieb mit dem Bereich Gärtnerei. Damals fanden sechs Beschäftigte eine abwechslungsreiche und sinnvolle Tätigkeit im Einklang mit der Natur.

 

2001:

Ein Jahr nach dem Start wurden am Sunnahof unter der fachkundigen Beratung von Arnold Feuerstein der Bereich Landwirtschaft sowie die Tischlerei eröffnet. Dadurch konnten noch mehr Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden, die auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten von Menschenmit Behinderungen abgestimmt waren.

 

2002:

Im Jahr 2002 wurde das Dienstleistungsangebot „Wohnen“ vor Ort ermöglicht und fünf Beschäftigte fanden neben ihrem Arbeitsplatz auch ein neues Zuhause am Sunnahof.

 

2004:

Durch den großen Erfolg wurde der Sunnahof im Jahr 2004 um die Bereiche Hofladen & Hofgastronomie erweitert. Durch dieses Angebot ergab sich auch eine weitere Öffnung nach außen, denn BesucherInnen konnten die Sunnahof-Produkte nun auch im hofeigenen Laden kaufen und sich vom Gastro-Teamverwöhnen lassen.

 

2005:

Das Hochwasser vom August 2005 trifft auch den Sunnahof Tufers. Mit vereinten Kräften setzten sich MitarbeiterInnen, freiwillige HelferInnen sowie die Feuerwehr Göfis für „ihren“ Sunnahof ein. Der enorme Einsatz verhinderte nicht nur größere Schäden, sondern gab allen Beteiligten viel Energie und ein kostbares Gemeinschaftsgefühl. Im Dezember 2005 war der Sunnahof Außenstelle von „Licht ins Dunkel“ und die Einrichtungen wurde anhand von mehreren Live-Einschaltungen vorgestellt.

 

2007:

Das Jahr 2007war ein weiterer Meilenstein in der Geschichte vom Sunnahof. Nach dem Vorbildmodell des Sunnahof Tufers wurde mit dem Sunnahof St. Arbogast ein weiterer Sunnahof-Standort in Betrieb genommen und die Arbeitsmöglichkeiten wurden nochmals erweitert.

 

2008:

Das Wohnangebot wurde in nächster Umgebung durch das Wohnhaus Kirchdorf in der Ortsmitte von Göfis erweitert.

 

2009:

Die Marktgemeinde Götzis eröffnete den Waldkindergarten in St. Arbogast, wobei fortan bestehende Ressourcen vom Sunnahof vor Ort gemeinsam genutzt wurden.

 

2012:

Das neue Wohnhaus Tufers wird eröffnet. Das direkt am Sunnahof gelegene Gebäude bietet Platz für 13 Bewohnerinnen und Bewohner. Das gesamte Wohnhaus ist barrierefrei gestaltet, sodass auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer die Räumlichkeiten ohne Probleme nutzen können.

 

Heute werden im Bereich Arbeiten insgesamt 64 Menschen mit Behinderungen am Sunnahof Tufers und St. Arbogast begleitet und 20 BewohnerInnen leben direkt am Biohof oder in nächster Umgebung. Zudem konnten weitere 20 Menschen mit Behinderungen vom Sunnahof auf geschützte oder geförderte Arbeitsplätze vermittelt werden.

 

 
Barrierefrei im Web
Kontakt & Information
Thomas Lampert

Thomas Lampert ASM

Geschäftsführer Sunnahof

Tufers 33

6811 Göfis

Tel.: 05522 70444

Fax: 05522 70444-22109

E-Mail: sunnahof(at)lhv.or.at

Ein noch nicht fertig gestelltes Gebäude von außen.
Die Anfänge am Sunnahof Tufers.
Menschen sitzen zusammen und trinken Kaffee.
2004 wurde die Hofgastronomie eröffnet.
Blick auf einen Bauernhof.
Den Sunnahof St. Arbogast gibt es seit 2007.

 

 

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